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Donnerstag 22.05.2019

Donnerstag 22.05.2019Sind auf der Anfahrt auf Horta. Die Insel ist vulkanischem Ursprungs und die Steilküste zum offenen Atlantik ist sehr hoch.
Auf der Küste stehen viele kleine Häuschen mit roten Dächern. Vor der Küste liegt ein riesen Felsblock an dem die Wellen meterhoch in die Höhe spritzen.Leider müssen wir nun die letzen Meilen motoren, da der Wind direkt von vorn kommt. Aber es ist nicht mehr weit, wir werden wohl in ca. zwei Stunden in Horta ankommen. Nach dem Einklarieren werden wir uns einen Ankerplatz im Hafen suchen müssen, da der Hafen sehr voll. Vielleicht haben wir Glück und in den nächsten Tagen wird ein Platz am Steg frei. Auf der Warteliste wurden wir schon von Bekannten eingetragen. Drückt die Daumen.Noch 7 Meilen bis Horta.

Mittwoch 22.05.2019

Mittwoch 22.05.2019
Der Tag war geprägt von hohen, langen Wellen und Wind aus Nordwest mit bis zu 27kn. Wie angekündigt wurde der Wind zur Nacht weniger und die Wellenhöhe aufgrund des Tiefs im Norden von uns stieg auf ca. 4m. Auf dem Schiff fühlte es sich deutlich mehr an, war aber überhaupt nicht unheimlich, da es mehr ein sanftes Auf und Ab war.
Es ist ein Gefühl als säße man in einer langsamen Achterbahn. Das Schiff ist im Wellental und man sieht ein große Welle von hinten auf das Schiff zulaufen. Der Welleberg türmt sich sanft und hoch auf und hebt das Heck der Maverick an, bis wir auf dem Wellenkamm sind. Jetzt bietet sich der eindrucksvollste Anblick auf dem Wellenberg nach vorn in das Wellental zu schauen. Man schaut diesen Berg hinab und fühlt sich wie in der Achterbahn kurz bevor die rasende Fahrt beginnt. Vielleicht verspürt man eine kurze Schrecksekunde, aber dann beschleunigt das Schiff und fährt den Wellenberg hinab. Dann ist die Welle unter dem Boot hindurch und der Spa…

Dienstag 21.05.2019 Teil 2

Dienstag 21.05.2019...und hier noch außer der Reihe ein NachtragWas ist die 400-Meilen-Feier?
Die Definition für die 400-Meilen-Feier hat sich Sammy ausgedacht.
Diese Feier definiert sich für jedes Schiff individuell, da sie die Reichweite des Schiffes bei vollständiger Flaute unter Motor mit dem mitgeführten Kraftstoff festlegt. Dem Schiff ist es damit möglich ohne Antrieb durch Segel sein Ziel eigenständig und ohne fremde Hilfe zu erreichen.Wir haben diese Grenze heute Nacht erreicht und planen dies mit einem alkoholfreien Cocktail beim Abendessen zu feiern. Prost, auf die letzen Meilen!Noch 288 Meilen bis Horta.PS: Genau in diesem Moment liegen 1500 Meilen im Kielwasser.

Dienstag 21.05.2019

Dienstag 21.05.2019
Leck mich fett, endlich mal keine Sissy-Wellen!
Unter diesem Motto Stand die heutige Nacht. Das Tief aus Nord ist da und brachte uns in der Nacht 35kn Wind mit hohen Wellen aus Nord. Mit stark eingerollter Genua sind wir mit bis zu 12kn die Wellen heruntergesurft. Dazu schien der Mond und und es zogen dunkle Wolke durch die ordentlich Wind mitbrachten. So schön das Segeln in dieser Nacht auch war, manchmal war es auch sehr unheimlich. Die Wellen hinter uns überrragten den Aufbau der Maverick und brachen zum Glück immer hinter dem Schiff.
Morgens entspannte sich die Lage, der Wind nahm ab, aber die Wellen blieben. Da der Kern des Tiefs im Norden vorüberzieht, erwarten wir für die nächsten Stunden etwas höhere Wellen um die 3,5m. Der Wind bleibt stabil bei jetzt um die 20kn.
Der Schiffsverkehr hat hier stark zugenommen. Heute morgen passierten uns zwei Frachter mit um die 200m Länge und ein Fischer beim Fischen, was man auf dem AIS als Information erkennen konnte.
Wi…

Montag 20.05.2019

Montag 20.05.2019
Wir segeln nun seit mehreren Tagen, eigentlich schon die ganze Zeit, auf Backbordbug. Stimmt nicht ganz, denn mir fällt gerade ein, dass wir von den Bermudas auf Steuerbordbug gestartet sind. Wie dem auch sei, wir haben die Segelstellung seit mehreren Tagen nicht verändert, sondern nur die Größe angepasst.
Heute dann die Aktion mit dem angekündigten Winddreher nach Nordwest wir mussten raus und eine Halse fahren.
Mit dem Winddreher kam auch der Regen und die See kommt zur Zeit aus allen Richtungen. Es ist wieder mal ein wildes Geschaukel, aber toi, toi, toi, mein Magen bleibt stabil.
Gestern gabs selbstgefangenen Fisch, zu mindestens interpretieren wir es hier so. Sammy wurde genau positioniert und musste die Tüte mit den Fischstäbchen fangen. Haben wir uns vielleicht ein bisschen schön geredet. Dazu bekamen wir Kartoffelpüree aus frisch gestampften Kartoffeln, die in einer Kombüsengemeinschaftsaktion geschält wurden. Tolle Teamleistung.
Was aber wirklich schön ist, d…

Sonntag 19.05.2019

Sonntag 19.05.2019
Immer wieder Sonntags... gibt es großes Brunchfrühstück.
Eben sind wir mit unserem Frühstück fertig geworden. Der Skipper hat ein riesen "Omlette special" gemacht, das mit Brokkoli, Bratkartoffeln, Eiern und Käse zubereitet war. Dazu gab es Bagels, O-Saft und natürlich Lousiana Hot Sauce.
Das war ein tolles, deftiges Männerfrühstück.
Seglerisch sind wir gut unterwegs. Der Wind weht mit 19kn aus Südwest und fängt langsam an immer weiter achterlich zu drehen. Das wird wohl der angekündigte Winddreher auf Nordwest sein. Am späten Nachmittag soll der Wind auf 25kn zulegen. Da aber der Wind aus der richtigen Richtung kommt, wird die Zuhnahme für uns unproblematisch sein und uns weiter schnell unserem Ziel näher bringen. Wir segeln unter Reff 3 und passend zum Wind eingerollter Genua.
Die letzten Wachen haben Sammy und ich uns mit je einem Film versüßt. Der Film, der auf einer Atlantiküberquerung nicht fehlen darf ist natürlich "Wind", das "Dirty D…

Freitag 17.05.2019

Freitag 17.05.2019Das Wetter ist wie man es auf dem Atlantik vermutet. Der Wind liegt bei 20kn aus Süd bis Südwest, die Sonne scheint und ab und an ziehen auch Wolken durch. Die Bedingungen sind gut, aber die Wellen schaukeln uns schon ganz schön durch. Die Wellen sind 2-2,5m hoch und mit Schaumkronen bedeckt. Trotz der langen Wellen wird die Maverick aber nicht sanft angehoben um dann wieder sanft ins Tal zu gleiten, sondern die Bewegungen des Schiffes sind eher ruppig. Das Heck wird angehoben, dann schiebt die Maverick ins Tal luvt etwas an, wird kurz abgestoppt um mit dem nächsten Wellenberg wieder angehoben zu werden und den Zyklus von neuem zu beginnen. Das Alles bei bis zu 9kn Fahrt, die dann im Wellental um 2kn abgebremst wird. Das Schiff rollt die ganze Zeit und bei jedem Schritt muss man sich festhalten. Kaffeekochen oder Abwaschen wird zum Balanceakt.Der Alltag besteht tagsüber aus Schlafen, Lesen oder einfach nur auf das Meer starren. Unterbrochen von kleinen Snacks oder de…

Donnerstag 16.05.2019

Donnerstag 16.05.2019
Wie prognostiziert hatten wir gestern wirklich viel Wind. Die Böen frischten immer wieder bis auf 32-34kn auf und als wir dachten, nun ist es endlich vorbei kam der Regen und auf der Rückseite der Front noch eine fette Bö zum Abschied mit 41kn.
Wir sind sofort raus und haben auch noch das Groß geborgen, das bis dahin im Reff 3 stand. Mit stark eingerollter Genua haben wir die Regenfront durchziehen lassen. Ca. 1,5h später haben wir das Groß wieder im Reff 3 gesetzt und laufen seitdem mit stark eingerollter Genua und Groß. Der Wind hatte die ganze Nacht im Mittel um die 22kn, es gab aber immer wieder Drücker mit bis zu 30kn.
Hinter uns bilden sich laut Wetterbericht wieder einige Tiefs, die von Norden reinkommen. Wir versuchen ihnen auszuweichen, in dem wir Kurs Ost nehmen.
Heute morgen konnten wir in einiger Entfernung wieder Delphine beobachten. Denen scheint das Wetter und die hohen Wellen zu gefallen. Sie sprangen raus aus den Wellenhängen oder katapultieren …

Mittwoch 15.05.2019

Mittwoch 15.05.2019
Es gibt Wind, viel Wind.
Nach dem gestrigen Abendesssen, auf der Nirwana heißt es Skippers Dinner, die eingweihten wissen, das ist Bohnen mit Rindfleich und Kartoffeln, haben wir uns für die Nacht fertiggemacht. In Erwartung von dem gestern erwähnten Windfeld haben wir das dritte Reff ins Groß eingbunden und die Genua bis zum Segelmacherzeichen weggerollt.
Wie erwartet brieste der Wind in der Nacht auf. 22-26kn zeigte der Windmesser, aber die Maverick ist unbeeindruckt und schiebt einfach mit 8-9kn durchs Wasser. Beeindruckend ist aber die Geräuschkulisse unter Deck. Die Wellen knallen erst gegen den Luvrumpf dann gegen den Leerumpf um mit ordentlich Geschepper zwischen den Rümpfen hindurchzulaufen und gegen das Brückendeck zu schlagen. Alles wird begleitet durch ein Knirschen und Ächzen und das Klappern des Geschirrs im Schrank. Trotz des ganzen Radaus haben die Freiwachen aber relativ gut geschlafen. Das Vertrauen in das Schiff ist groß.
Sammy und ich wurden für u…

Dienstag 14.04.2019

Dienstag 14.05.2019
Heute gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Wir segelten seit gestern Vormittag durch die komplette Nacht mit gutem Speed unter Gennaker. Sammy und ich schafften in unserer Wache in drei Stunden 21 Meilen. Das war eine Herausforderung für Johannes und Jens, die sie mit Bravour lösten, 23 Meilen in drei Stunden. Topp!
Sammy und ich hatten heute die erste Nachtwache von 10-01 Uhr. Der Himmel war klar und der Mond schien hell, so dass man die Wellen gut erkenne konnte. Herrliches Segeln.
Kein Vergleich zu unserer zweiten Wache von 04-07 Uhr. Wir kamen raus, der Mond war untergegangen und die Nacht war stockfinster. Zum Glück dauert es nur ungefähr eine Stunde und die Morgendämmerung zog herauf. Langsam konnten wir wieder die Wellenkämme und auch die Wolken wieder erkennen. Der Sonnenaufgang war aber leider total unspektakulär, da sich die Sonne hinter den Wolken versteckte.
Heute morgen haben wir umgestellt auf Genua und Groß. Der Wind weht mit 12-14kn aus Süd. W…